Mein Sport - Kunstrad- und Einradfahren

Kunstrad- und Einradfahren - der eher unbekannte Sport für Kinder und Jugendliche. Unsere Autorin Johanna erklärt, warum sie sich für diesen Sport begeistert.

Mit dem Begriff "Kunstradfahren" können die meisten wahrscheinlich ersteinmal nichts anfangen, doch hinter dem Begriff steckt ein echter Leistungssport bei dem es Deutschmeisterschaften und sogar Hallenradsport Weltmeisterschaften gibt. In ganz Deutschland gibt es nur 5000 Kunstradfahrer die eine Wettkampf-Lizenz haben, hingegen sind aktuell über 7.000.000 Menschen (laut DFB) in den 21 Landesverbänden des DFB gemeldet.

Ebenso ist es mit dem "Einradfahren", viele denken im ersten Moment an Clowns und Artisten im Zirkus oder Kinder die draußen ein bisschen über die Straßen fahren, doch dahinter steckt auch eine stetig wachsende Sportart bei der es auf Teamgeist und Synchronizität ankommt. 

Warum das Kunstrad- und Einradfahren so unbekannt ist weiß eigentlich keiner so genau, denn den Sport gibt es schon seit Anfang des 19. Jahrhunderts. Bereits 1959, bei den 3. Weltmeisterschaften im Kunstradsport der Männer erlang der Deutsche Heinz Pfeiffer den 1. Platz.

Ich persönlich bin vor etwa 4 Jahren - auch nur durch bekannte - auf den Sport aufmerksam geworden. Mein Interesse war sofort geweckt als ich zum ersten mal beim Training war, der Grund war zum einem das es von außen natürlich spektakulär aussieht wenn jemand sich "mal eben" auf ein Kunstrad stellt und einfach weiter fährt und zum anderen fand ich es einfach toll mal einen Sport auszuprobieren den nicht jeder macht. Durch die immer schwieriger werdenen Übungen beim Kunstrad und Einrad wird es nie langweilig und es gibt immer eine neue Herausforderung.  

Kunstrad und Einrad erklärt

Kunstradfahren wird oft auch "turnen auf dem Rad" genannt, ähnlich kann man sich das auch vorstellen. Das Kunstrad ist ein einfaches Fahrrad mit einem etwas anderen Lenker und Sattel auf dem die Sportler - manchmal sitzend, stehend oder sogar liegend, allerdings während es fährt - Kunststücke ausüben. Zusammen mit seinem Trainer kann man sich dann ein fünf Minütiges Programm aus vielen verschiedenen Übungen und Kunststücken zusammenstellen, womit die Sportler dann an Turnieren und Meisterschaften teilnehmen können. Im Kunstradfahren gibt es mehrere Disziplinen, den 1er und 2er, sowie den 4er und 6er Kunstrad. Beim 1er ist der Sportler alleine, beim 2er gibt es zwei Sportler die mal mit zwei Kunsträdern und manchmal zusammen auf einem Kunstrad ihre Übungen zusammen fahren. 

Beim Einrad gibt es nur die Disziplinen 4er und 6er Einrad. Beim 4er zum Beispiel gibt es vier Sportler die alle auf einem Einrad fahren. Genauso wie beim Kunstrad gibt es hier mehrere Übungen die zusammen ein fünf Minütiges Programm bilden, dabei turnen die Sportler nicht auf dem Einrad, sondern fahren gemeinsame Übungen.

Jedes Programm hat 20 bis 30 dieser Übungen, die die Sportler alle in der richtigen Reihenfolge fahren. Um an den Turnieren von den sogenannten "Kampfrichtern" gut bewertet zu werden muss das Programm natürlich in erster Linie richtig, aber auch ohne einen Sturz gefahren werden - es darf also niemand innerhalb der fünf Minuten absteigen oder fallen. Beim 4er und 6er Kunstrad und Einrad ist es zudem auch wichtig, dass alle Übungen ganz Synchron ausgefahren werden. 

Zusammenfassend kann man also sagen, dass der Sport auf jeden Fall anders als viele Sportarten ist, es aber nie langweilig wird und immer neue Herausforderungen gibt.