Vorsicht vor dem Eichenprozessions-spinner

Auch im Kreis Kleve tritt die Raupe vermehrt auf. Was könnt ihr tun, wenn ihr den Eichenprozessionsspinner seht oder mit ihm in Kontakt gekommen seid?

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In diesem Jahr ist es zu vermehrten Beschwerden gekommen, die auf den Eichenprozessionsspinner zurück zu führen sind.

Grundsätzlich solltet ihr sehr vorsichtig sein, wenn ihr von Eichenprozessionsspinner befallene Pflanzen oder entsprechende Hinweisschilder seht. Die Raupenhaare können zu Entzündungen der Haut, der Augen und zu Entzündungen im Nasen-, Rachen- und Bronchialsystem führen. In seltenen Fällen kann es auch stärkere allergische Reaktionen mit Fieber, Schwindel oder Luftnot geben.

Was könnt ihr tun?

Nach einem Kontakt mit Raupenhaaren, oder einem entsprechenden Verdacht, sollte sofort die Kleidung gewechselt und der Körper sowie die Haare gründlich gewaschen werden. Reste von Raupenhaaren, die kleine Widerhaken haben, können mit Klebestreifen entfernt werden. Sollten größere Entzündungen auf der Haut sichtbar werden, sollte unbedingt der Hausarzt hinzugezogen werden. Wirksam auf der Haut sind antihistaminhaltige und cortisonhaltige Salben. Entzündungen am Auge und im Nasen-, Rachen- und Bronchialraum können nach ärztlicher Diagnose zum Beispiel mit Asthmasprays behandelt werden. Sollten Raupenhaare die Augen gereizt haben, sollten die Augen gut mit Wasser ausgespült und, falls Beschwerden bleiben, ein Arzt aufgesucht werden.

Die Hautveränderungen können zwischen zwei und 14 Tagen bestehen bleiben, je nach Ausprägung und erfolgter Behandlung.

Im eigenen Garten sollte man einen Befall durch Eichenprozessionsspinner nicht selbst bekämpfen, sondern eine Fachfirma beauftragen. Raupen und Gespinste dürfen nicht berührt werden.