Fridays For Future

Seit Ende Februar gibt es die Demo auch im Kreis Kleve. Trotz der guten Absichten sind viele von der Aktion nicht überzeugt.

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Sicherlich habt ihr bereits in den Nachrichten von Demonstrationen unter dem Motto "Fridays For Future" gehört, die in letzter Zeit immer wieder für Aufsehen sorgen. 
Bei den Demonstrationen protestieren Jugendliche für einen besseren Klimaschutz und gegen den Abbau von Kohle. Das passiert allerdings meistens am Freitagvormittag während der Schulzeit. Aus diesem Grund sind einige Politiker und auch das Schulministerium deutlich gegen die Aktion. Mittlerweile gibt es aber auch Demos die am Nachmittag und somit außerhalb der Schulzeit stattfinden.
Es gibt viele verschiedene Meinungen zu dem Thema, weshalb die "Fridays For Future"-Demonstrationen auch immer wieder in den Nachrichten zu finden sind.
 Schüler des Kreis Kleve haben Ende Februar, mithilfe der Polizei die erste Demo in Kleve umgesetzt. Nach diesem Leitmotiv folgt nun auch Geldern, wo am 17. Mai ebenfalls eine "Fridays For Future - Demonstration" stattfinden soll. Unter dem Motto "Schützt den Niederrhein" werden die Demonstranten ausgehend vom Gelderner Marktplatz zum Rathaus ziehen wo anschließend um 13:45 Uhr eine geplante Abschlusskundgebung stattfinden wird.

Die demonstrierenden Schüler folgen dem Vorbild und dem Aufruf von Greta Thunberg. Die 16-jährige schwedische Klimaaktivistin geht seit August 2018 freitags nicht mehr zur Schule, sondern streikt mit anderen Jugendlichen auf der ganzen Welt. Bei der UN-Klimakonferenz im Dezember sagt sie: „Why should I be studying for a future that soon may be no more, when no one is doing anything to save that future?”  Viele junge Klimaaktivisten aus der ganzen Welt nahmen dieses Motto zum Anlass, wie Greta freitags für die Klimapolitik zu demonstrieren und nicht in die Schule zu gehen. Gemeinsam, mit der Hilfe vieler Schüler und Studenten, bildeten sich auch überall in Deutschland Demonstrationen.

Auf der einen Seite befürworten Politiker und unter anderem auch Bundeskanzlerin Angela Merkel die Demonstrationen - sie bewundern die Initiative der Schüler und Studenten. Schließlich ist es wichtig, an unsere Zukunft zu denken und sich für Umwelt einzusetzen.
 Politiker aus aller Welt sollen sehen, dass sich auch Jugendliche für den Klimawandel einsetzen, um etwas gegen den schlechten Umgang mit der Umwelt zu unternehmen.

Auf der anderen Seite äußern sich Politiker der CDU und das Schulministerium NRW deutlich gegen die Aktion am Freitagvormittag. Sie bemängeln keineswegs die Absichten der Schüler, sondern das Versäumen des Unterrichts während der Schulzeit.
Das Schulministerium NRW hat im Februar einen deutlichen Brief an Schulen aus ganz NRW schicken lassen, in dem an die geltende Schulpflicht erinnert wird. 
Ministerpräsident Armin Laschet von der CDU äußert gegenüber der Presse ein klares Statement: Er fände es glaubwürdiger, wenn Schülerinnen und Schüler sich zu Tausenden nach Schulschluss versammeln und damit ein persönliches Opfer in ihrer Freizeit bringen würden. Das wäre ein stärkeres Signal. Die Schule zu schwänzen sei der leichtere Weg.
Aufgrund der zahlreichen Kritik und um dem entgegenzusetzen gibt es mittlerweile auch viele Nachmittagsdemonstrationen, bei denen sogar meist noch mehr Teilnehmer zu finden sind als vormittags. 

Jeder sollte sich eine eigene Meinung über die Demonstrationen bilden. Die Aktion wird sicherlich auch in Zukunft immer wieder zu neuen Diskussionen und Konflikten führen. Eine endgültige Einigung ist aufgrund der verschiedenen Meinungen noch nicht in Sicht. Durch die steigenden Teilnehmerzahlen bei den Demonstrationen wird das Thema rund um Klimaschutzpolitik und Schulstreik immer präsenter. Es gibt kaum noch jemanden, der mit dem Begriff "Fridays For Future" nichts anfangen kann.

Text: Johanna Wilbers