Graffiti - Kunst oder Schmiererei?

Man sieht sie überall: an Bahnhöfen, Zügen und alten Häusern...Die Rede ist von Graffitis. Aber was ist erlaubt? Hier findet ihr Infos über legales und illegales Sprayen sowie die damit verbundenen Gefahren und Strafen.

Foto: Graffiti auf Eisenbahnbrücke
Illegales Graffiti auf Eisenbahnbrücke

Jugendliche und junge Erwachsene benutzen Graffitis um sich auszudrücken, dabei sollte man aber ganz klar zwischen zwei Gründen unterscheiden: Die einen wollen die Stadt belebter und bunter machen, sich entwickeln und ihre Kunst teilen. Andere hingegen sehen Graffitis als reine Provokation und als Mittel sich aufzulehnen. Diese schmieren oftmals nur ein paar Zeichen und Tags an die Wand.

Foto: Kunstprojekt einer Stadt
Kunstprojekt einer Stadt

Es gibt verschiedene Arten und Verwendungen von Graffiti: Von "Scratching" (deutsch: kratzen) bis "Stencil" (man sprayt durch eine vorgefertigte Schablone) gibt es hunderte Arten etwas an die Wand zu bringen. Jeder Sprayer versucht seinen eigenen Stil zu finden. 1968 tauchte das erste Graffiti in Deutschland auf. Peter-Ernst Effie hat es gemalt und gilt als erster deutscher Graffitikünstler.
Nun setzen viele große Firmen auf den Graffitikult und engagieren bekannte Künstler, um sich Werbung in Form von Graffitis an Mauern und Läden sprayen zu lassen. Auch Schulen und Organisationen planen Kunstprojekte mit Kindern und Jugendlichen. Viele "Nachwuchs-Sprayer" nehmen sich Vorbilder, wie zum Beispiel den englischen Graffitikünstler Banksy. Er ist mittlerweile einer der bekanntesten Graffitikünstler der Welt. Das Besondere ist: Keiner kennt ihn wirklich! Trotzdem wurde schon ein Film über ihn gedreht und veröffentlicht.

Foto: Legales Graffiti an Garagentor
Werbung an Garagentor

Bevor man fremde Häuser besprüht, sollte man sich über die Gefahren und mögliche Folgen des Sprayens informieren. Seid euch bewusst, dass es sich um eine Straftat handelt, die verfolgt wird. Die Strafen hierfür reichen von Bußgeldern bis zu einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren. Sprayen ist nicht nur illegal sondern auch gefährlich: Auf Bahngeländen (auch im Gleisbett) sind Stromnetze verlegt. Kommt man in die Nähe der Starkstromleitungen oder berührt sie sogar, ist das lebensgefährlich.

Foto: Illegales Graffiti an Stromkasten
Illegales Graffiti an Stromkasten<br />Fotos: © Lisa Stangenberg I 2016

Eine weitere Gefahr verbirgt sich in den Spraydosen. Die Bestandteile in Graffiti-Sprays sind verschiedene Lösemittel wie aromatische Kohlenwasserstoffe, aliphatische Ketone, Acrylharze und Treibgase. Die Mischungen sind hochentzündlich. Akute Vergiftungen sind möglich, vor allem durch unsachgemäße Anwendung der Sprays. Um sich davor so gut es geht zu schützen, sollte man Atemmasken tragen. Um die Straßen sauber zu halten, Jugendliche von Straftaten abzuhalten und Unfälle zu vermeiden, richten viele Städte als legale Alternative Plätze zum Sprayen ein, damit sich trotzdem jeder frei ausleben kann. Eine Liste mit legalen Plätzen findet ihr unten. Wenn ihr neugierig geworden seid, dann klickt euch ruhig durch die folgenden Links. Dort findet ihr weitere Infos.


Links:

Legale Plätze in Deutschland: 
http://www.legal-walls.net
Banksy: www.banksy.co.uk 


Weitere Infos:

Wer sich intensiver mit dem Thema Graffiti auseinander setzen möchte, findet bei Wikipedia einen umfangreichen Artikel zum Thema.

Link: Graffiti - Wikipedia

Unsere Autorin

Lisa Stangenberg besucht die 9. Klasse und hat sich im Rahmen eines Schülerbetriebspraktikums mit dem Thema Graffiti journalistisch auseinandergesetzt.

Dieser Artikel ist ihre erste Veröffentlichung.